# Digitalen Batteriepass erstellen: Schritt für Schritt bis 2027

> Praxisleitfaden zum EU-Batteriepass: betroffene Batterien, Datenquellen, Rollen, QR-Zugang, Freigaben und Vorbereitung auf den 18. Februar 2027.

- Kategorie: Batterien
- Zuletzt fachlich geprüft: 17. August 2026
- Kanonische HTML-Version: https://dppready.de/de/wissen/digitaler-batteriepass-erstellen

Ab dem 18. Februar 2027 benötigen LMT-Batterien, Industriebatterien über 2 kWh und Batterien für Elektrofahrzeuge grundsätzlich einen elektronischen Batteriepass. Unternehmen sollten jetzt Daten, Zuständigkeiten und technische Abläufe erproben.

## Kurz zusammengefasst

- Zuerst klären, ob Batterietyp und Kapazität in den Anwendungsbereich fallen.
- Daten aus Entwicklung, Einkauf, Produktion und Lieferkette zusammenführen.
- Öffentliche und zugriffsbeschränkte Informationen technisch trennen.

## 1. Betroffenheit und Granularität bestimmen

Ordnen Sie Batterieart, Kapazität, Wirtschaftsakteur und Zeitpunkt des Inverkehrbringens ein. Die rechtliche Bewertung sollte dokumentiert und bei Unsicherheit fachlich geprüft werden.

Danach wird festgelegt, welche Informationen auf Modell-, Chargen- oder individueller Ebene geführt werden. Serien- und Chargenbezug beeinflussen Kennungen, Produktionsanbindung und Datenmenge.


## 2. Dateninventur erstellen

Die Batterieverordnung nennt im Anhang XIII Informationen für den Pass. Je nach Zugriffsgruppe betreffen sie beispielsweise Identität und Kennzeichnung, technische Merkmale, Zusammensetzung, CO₂-Fußabdruck, Rezyklatanteile, Leistung, Haltbarkeit und Informationen zur Lieferkette.

- Datenfeld und Definition
- Quellsystem oder Lieferant
- verantwortliche Person
- Granularität und Aktualisierungsrhythmus
- Zugriffsgruppe und Nachweis

## 3. Pilot technisch umsetzen

Erzeugen Sie für wenige repräsentative Batterien eindeutige Datensätze, prüfen Sie Validierungsregeln und veröffentlichen Sie eine freigegebene Version über einen stabilen Datenträger. Testen Sie den Abruf mit Mobilgeräten und die maschinelle Weitergabe über eine Schnittstelle.

Das seit Juli 2026 verfügbare EU-DPP-Register bietet auch eine Testumgebung. Die Registrierung und spätere Systemanbindung sollten deshalb Teil des Piloten sein.


## 4. Betrieb statt Einmalprojekt planen

Ein Batteriepass lebt über Änderungen, Reparaturen und den Lebenszyklus. Definieren Sie, wer Daten ergänzen darf, wie neue Versionen freigegeben werden und wie Korrekturen nachvollziehbar bleiben.


## Häufige Fragen

### Ab wann gilt der Batteriepass?

Die Batteriepasspflicht gilt nach Artikel 77 der Batterieverordnung ab 18. Februar 2027 für LMT-Batterien, Industriebatterien über 2 kWh und Elektrofahrzeugbatterien. Die konkrete Betroffenheit sollte im Einzelfall geprüft werden.

### Sind alle Batteriepassdaten öffentlich?

Nein. Die Verordnung unterscheidet Informationen nach Zugriffsgruppen. Die technische Lösung muss diese Rechte abbilden.

## Offizielle Quellen

- [EU-Batterieverordnung 2023/1542](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/1542/oj)
- [Digital Product Passport Registry der EU-Kommission](https://single-market-economy.ec.europa.eu/single-market/digital-product-passport/dpp-registry_en)

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung oder Konformitätsgarantie.
